Case Study: Medizin- und Reinraumtechnik
O-Ring-Montage und Inline-Prüfung für medizinische Bauteile
Kundenspezifische Rundschalttischanlage für die Medizintechnik mit prozesssicherer O-Ring-Montage, integrierter Qualitätsprüfung und hoher Taktleistung.
Für die automatisierte Montage eines medizinischen Bauteils haben wir eine kundenspezifische Montageanlage für die Medizintechnik realisiert, die Zuführung, Vereinzelung, O-Ring-Montage, Verschraubung, Inline-Prüfung und Gut-/N.i.O.-Ausschleusung in einem kompakten Prozesskonzept zusammenführt. Die Anlage ist auf zwei variable Baugruppen ausgelegt und verarbeitet die Komponenten in einem stabilen, vollautomatischen Serienprozess. Herzstück der Lösung ist ein präzise abgestimmter Montageablauf, in dem auch montagekritische Schritte innerhalb kurzer Zykluszeiten sicher und reproduzierbar umgesetzt werden.
Die besondere Herausforderung lag in der prozesssicheren Handhabung elastischer und lagekritischer Komponenten sowie in der exakten Abstimmung aller Stationen auf eine hohe Taktleistung. Dafür wurde die Anlage als kompakte Rundschalttischlösung mit zehn Stationen ausgelegt. Die Bauteile werden geordnet zugeführt, vereinzelt und positionssicher in den Montageprozess übergeben. Besonders bei der automatisierten O-Ring-Montage kommt es auf eine kontrollierte Aufweitung, eine sichere Übergabe und eine reproduzierbare Positionierung an. Genau dafür wurde ein abgestimmtes Prozesskonzept entwickelt, das die empfindlichen Komponenten auch unter hoher Taktung stabil verarbeitet. Ergänzend werden weitere Montageschritte wie das Aufsetzen und Verschrauben eines weiteren Bauteils prozesssicher in den Ablauf integriert.
Ein zentraler Bestandteil der Lösung ist die prozessintegrierte Qualitätsprüfung. Kameratechnik, Anwesenheitskontrollen und Wegmesssysteme überwachen definierte Merkmale und Montageschritte direkt im laufenden Prozess. Dadurch werden Abweichungen frühzeitig erkannt, fehlerhafte Teile automatisch ausgeschleust und qualitätsrelevante Messwerte für die weitere Auswertung bereitgestellt. So wird die Qualitätssicherung unmittelbar in den Fertigungsablauf integriert und nicht in einen separaten Prüfprozess verlagert. Das erhöht die Prozessstabilität, reduziert manuelle Eingriffe und schafft eine belastbare Grundlage für eine reproduzierbare Serienfertigung medizinischer Bauteile.
Das Ergebnis ist eine leistungsfähige Automatisierungslösung für medizinische Bauteile mit einer Taktzeit von 1,7 Sekunden und einer technischen Verfügbarkeit von über 99 %. Die Anlage ermöglicht eine zuverlässige O-Ring-Montage auch bei variierenden Baugruppen und verbindet kompakte Bauweise, hohe Ausbringung und integrierte optische Prüfung zu einer wirtschaftlichen Lösung für die Montageautomation in der Medizintechnik.
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